Windows-Installationen: VPN allein verhindert keine Gerätezuordnung
Habt ihr gewusst, dass ein VPN bei einer Windows-Installation zwar die öffentlich sichtbare IP-Adresse verbirgt, aber nicht automatisch andere Gerätekennungen verschleiert? Eine persistente Microsoft Global Device Identifier (GDID) kann trotz VPN-Nutzung erkennbar bleiben.
Microsoft kann eine solche Kennung anhand zeitgestempelter Zugriffsprotokolle identifizieren und entsprechende Informationen im Rahmen einer gerichtlichen Anordnung an Ermittlungsbehörden übermitteln. Microsoft-Sicherheitsforscher verfügen dabei unter anderem über Telemetriedaten wie Geräte- und Maschinen-IDs, IP-Adressen, Malware-Samples sowie weitere Informationen zu verdächtigen Aktivitäten.
Die IP-Historie einer GDID kann anschließend ausgewertet und zeitlich mit Anmeldungen bei weiteren Diensten wie Snapchat, Apple oder Facebook abgeglichen werden. Selbst wenn sich die verwendeten IP-Adressen oder Standorte ändern, können zeitlich übereinstimmende Zugri
... show moreWindows-Installationen: VPN allein verhindert keine Gerätezuordnung
Habt ihr gewusst, dass ein VPN bei einer Windows-Installation zwar die öffentlich sichtbare IP-Adresse verbirgt, aber nicht automatisch andere Gerätekennungen verschleiert? Eine persistente Microsoft Global Device Identifier (GDID) kann trotz VPN-Nutzung erkennbar bleiben.
Microsoft kann eine solche Kennung anhand zeitgestempelter Zugriffsprotokolle identifizieren und entsprechende Informationen im Rahmen einer gerichtlichen Anordnung an Ermittlungsbehörden übermitteln. Microsoft-Sicherheitsforscher verfügen dabei unter anderem über Telemetriedaten wie Geräte- und Maschinen-IDs, IP-Adressen, Malware-Samples sowie weitere Informationen zu verdächtigen Aktivitäten.
Die IP-Historie einer GDID kann anschließend ausgewertet und zeitlich mit Anmeldungen bei weiteren Diensten wie Snapchat, Apple oder Facebook abgeglichen werden. Selbst wenn sich die verwendeten IP-Adressen oder Standorte ändern, können zeitlich übereinstimmende Zugriffe eine Verbindung zwischen einer Windows-Installation und verschiedenen Benutzerkonten erkennen lassen.
Solche Gerätekennungen werden unter anderem für Diagnose- und Absturzberichte, die Analyse der Funktionsnutzung, die Erkennung von Missbrauch – etwa mehrfach beanspruchte Testversionen oder Lizenzen – sowie für sicherheitsbezogene Geräte- und Konto-Korrelationen eingesetzt.
Ich finde, das zeigt ziemlich deutlich: Wechselnde IP-Adressen oder ein VPN verhindern nicht zwangsläufig, dass eine Windows-Installation anhand persistenter Gerätekennungen, Betriebssystem-Telemetrie und zeitlich korrelierter Dienstprotokolle wiedererkannt wird.

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