Warum soll Mediation helfen können?
„Warum Mediation?“ ist eine berechtigte Frage. „Warum eigentlich nicht?“ die erwartbare Antwort des Mediators. Gleichwohl lohnt es sich, hier darüber nachzudenken.
Warum Mediation? Diese Frage stellt der heutige Netzfund, um gleich eine Antwort darauf zu geben: Quelle: Why Mediation? A Healthier Way of Resolving…
Warum Mediation?
Die Gründe, warum Mediation eine geeignete Konfliktlösungsstrategie darstellen kann, sind nicht einfach aufzuzählen. Zwar werden immer wieder die Vorteile eines mediativen Verfahrens plastisch in den Vordergrund gestellt: Es ist selbstbestimmt, es kann schnell gehen, die Finanzen können eine Rolle spielen usw. Hinzu kommt, dass gerne auch argumentiert wird, dass Gerichte träge seien, dass man dort eine Entscheidung bekomme. „aber nicht unbedingt Recht“ und vieles mehr.
flickr.com/photos/193834928@N0…
Die Entscheidung für Mediation braucht aber mehr als nur eine plakative Abgrenzung zu einem gerichtlichen Verfahren. Auch das wirtschaftliche Argument verfängt nicht, wenn man die jederzeitige Möglichkeit des Scheiterns mit in die Rechnung einstellt.
Was steckt also hinter dem Argument der Selbstbestimmung – und was braucht es, um dieser auch im Verfahren gerecht werden zu können? Was muss also ein Mediationsverfahren leisten, damit die Beteiligten tatsächlich selbstbestimmt in dem Konfliktlösungsprozess eingebunden sein können. Das muss im Einzelfall beantwortet werden können. Es geht um Perspektiven und ihre Wechsel, es geht um Rollen und ihr Verständnis, es geht um die Herstellung eines Aktions- und Resonanzraumes, indem nicht die Antwort des Rechts auf eine ihm gestellte Frage gesucht wird, sondern in dem ein Konflikt ergründet werden und geklärt werden kann. Es geht um die Verständigung eines geschützten Raumes, in dem das Bewusstsein, diesen einen Konflikt zu klären und lösen zu wollen, handlungsleitend ist, um einen Raum, der auch die systemischen Wirkungen des Konfliktes zu thematisieren in der Lage ist und in dem jederzeit die Balance zwischen allen Beteiligten hergestellt werden kann.
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Warum Mediation? Nicht, weil es einfach oder kostengünstig ist – sondern weil sie hochkomplex und dennoch nicht überfordernd ist, weil sie die Menschen in ihrer konkreten Situation im Konflikt abholt und weil ein Weg miteinander gegangen wird, weil man sich auf ihn einzulassen in der Lage war. Weil auch bei der Konfliktlösung am Ende auch Recht gestaltet und nicht nur ausgelegt werden kann.
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