Heute morgen erhielt ich mal wieder eine PM von der Kieler Gruppe TKKG (#TurboKampfKlimaGruppe). [ergänzt: @tkkg_kiel@todon.eu] Jedenfalls Inhalt drehte sich um tkkg.noblogs.org/post/2026/08/…
Die PM fing so an:
> Seit 4:30 Uhr am heutigen Montagmorgen wird in Kiel die Werft von Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS) durch eine anti-militaristische Aktion blockiert. 17 Aktivist*innen der Gruppe Turbo-Klima-Marine-Sabotage (T-K-M-S) besetzen die Werkszufahrten mit aufgestellten Tripods und weiteren Hindernissen, an die sich Menschen angekettet haben. An die zur Frühschicht ankommende Belegschaft werden Flyer verteilt, die über die Hintergründe der Aktion Informieren. Auf Transparenten bringt die Gruppe ihre Motivation zum Ausdruck. Die Aktion richtet sich gegen die Produktion von Kriegswaffen (durch TKMS), hier in Kiel und anderswo.
Ich wohne ja nicht weit vom Werkstor also bin ich dann heute nach 7 mal hin und habe gesehen, ob sie noch da sind und ein Foto gemacht.
Weiter im Text:
> Weitere U-Boote werden nach Israel geliefert, also an eine Regierung, die aktuell einen Genozid an den Palästinenser*innen verübt.
> "Wir wollen keine Militärstützpunkte in Kiel. Nicht nur weil Kiel damit wieder zum bevorzugten Angriffsziel wird, sondern vor allem, weil wir dagen sind, dass Machtinteressen mit Waffengewalt durchgesetzt werden. Wir müssen auch im globalen Maßstab fähig sein, friedliche Lösungen zu finden" erklärt Ulf Wunderlich. "Die aktuelle Aufrüstung richtet sich auch nach Innen: Wenn gegen Palästina-solidiarsche Demonstrationen oder Schüler*innen die sich gegen die Wehrpflicht wenden, vorgegangen wird, schränkt das unsere Meinugsfreiheit ein. Das Polizeirecht wird jedes Jahr um mehr Überwachungsmöglichkeiten erweitert."
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Legitim finde ich grundsätzlich die Kritik an Rüstungsexporten. Auch da Indien und Pakistan schon öfters am Rande eines Kriegs waren, muss man fragen, ob man da Waffen hin liefert. Und auch Kritik an Überwachung im Inland, Stichworte #chatkonrolle und #Polizeigesetze ist gut.
Allerdings wenn man jetzt diese Aufrüstung kritisiert und dabei nicht mal die Worte #Ukraine oder #Russland vorkommen, erzählt man nur eine Seite. Gerade wenn mans sagt, dass man Krieg ablehnt, sollte man nicht vom Krieg bei unseren Nachbarn schweigen.
Und zu dem Begriff #Genozid und #Völkermord habe ich ja selber schon mal gebloggt, dass das eigentlich nicht passt zum Konflikt zwischen #Israel und #Palästina. Es gibt Kriegsverbrechen seitens Israels und es gab das größte Pogrom gegen Juden seitens der Hamas seit dem Holocaust. Was hier auch nicht erwähnt wird.
Unter dem Strich entwedert sich daher für mich der Protest selbst, wenn zwar generell Krieg und Gewalt kritisiert werden. Primär offenbar von der Bundeswehr (in letzter Zeit fällt mir da aber eher Afghanisatan ein), aber dann von Angriffskriegen und Morden schweigt. Das heißt für mich, es geht weniger gegen den Krieg, sondern gegen bestimmte Gewalt. Also wenn Russland und Hamas Gewalt ausüben wird das nicht kritisiert. Und dieses Schweigen ist schon eine Form der Solidarisierung. Oder wie soll man das sonst verstehen?
In der KN und im NDR wird die Kundgebung eher verschwiegen. Das sieht allerdings auch eher nach Regierungsfunk aus.
Im NDR 1 kam lediglich als Verkehrsmeldung "an der Werftstraße gibts eine Demo..."
#Kiel #Kundgebung #TKMS #Werftstraße