In der Tagesklinik gehört offenbar auch die Frage dazu, ob und wie sich die sexuelle Aktivität verändert hat. Erst denkt man: Verdammt, was geht euch das denn an? Depression betrifft eben nicht nur Gedanken und Stimmung. Sie kann Lust, Nähe, Begehren und das Gefühl für den eigenen Körper verändern. Sexualität ist kein peinlicher Anhang des Menschseins. Sie gehört dazu.
Vielleicht zeigt sich psychische Gesundheit gerade auch darin, ob wir wieder Nähe wollen, Lust empfinden und uns selbst als lebendig erleben. Darüber zu sprechen darf genauso normal sein wie über Schlaf oder Appetit.