Posts wie diesen im Fediverse abzusetzten dient allenfalls der Selbstvergewisserung der eigenen Bubble. Die Botschaft lautet sinngemäß:
WIR haben verstanden!💡
DIE ANDEREN sind verblendete Schlafschafe.🐑
Diese Perspektive führt immerhin, wie man sieht, zu ordentlich Aufmerksamkeit und Zuspruch. 🤷
Zur Analyse, *warum* sich die wissenschaftliche Evidenz nicht längst in ambitioniertem Klimaschutzhandeln der gesamten Gesellschaft widerspiegelt taugt sie aus meiner Sicht nicht.
Und weil eine korrekte Problemanalyse, die Chance auf eine funktionierende Lösung typischerweise stark vergrößert, möchte ich im Folgenden eine solche versuchen.
Ein kleiner erkenntnistheoretischer Thread 🧵.
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#Klima #Klimadebatte #Diskussionskultur #Denkübung
An den Klimawandel kann man nicht "glauben". Man kann verstehen, dass es ihn gibt oder halt nicht. Das ändert ja nichts daran, dass er da ist.
"Glauben" kann man nur an etwas, das man nicht erklären oder nachweisen kann. Den Klimawandel kann man aber sehr gut erklären und nachweisen. Wenn man Fakten nicht versteht, beeinflusst das nicht, dass die Fakten stimmen.
Daher wäre es prima, wenn Journalist*innen nicht ständig schreiben, jemand "glaube" nicht an den Klimawandel. Er "versteht ihn nicht".