Neuer Spieder-Man-Film nicht nur versteckte Propaganda für den Ćberwachungsstaat sondern auch schlechtes Drehbuch D:
meine spoilerfreie Kritik zur Ćberwachungspropaganda im Film kƶnnt ihr hier lesen: pod.geraspora.de/posts/1827835ā¦
Hier werde ich das Drehbuch kritisieren und das geht nicht ohne Spoiler. Ihr seid also gewarnt!
Zunächst mal warum bewerten Kritiker wie Publikum den Film über 90% während ich ihn so scharf kritisiere?
Siehe: rottentomatoes.com/m/spider_maā¦
Ich denke das liegt daran, dass allgemein die Qualität der Blockbuster abgenommen hat und auch die der Drehbücher. Dadurch ist das Publikum unkritischer geworden. Man will sich halt nicht mehr über jede Logiklücke ärgern und versucht sich darauf zu konzentrieren, dass der Film sympathische gute Schauspieler hat und mit Augen zudrücken die Geschichte an sich halbwegs schlüssig ist.
Meine Hauptkritik ist die Haupthandlung rund um Jean Grey im Spider-Man-Film. Sie wird gespielt von Sadie Sink, die meiner Meinung nach eine hervorragende Schauspielerin ist und die Figur perfekt verkƶrpert. Leider kann eine gute Schauspielerin aber aus einem schlechten Drehbuch nur bedingt etwas herausholen. Es fƤngt damit an, dass die Superkraft von Jean Grey total überdimensioniert ist und eigentlich ist sie dadurch unbesiegbar. Sie kann in einem Umkreis von 10 Metern jeden übernehmen, kontrollieren und sein komplettes Wissen im Gehirn erforschen. Darüber hinaus kann sie jetzt wieder 10 Meter springen und so von Kopf zu Kopf unendlich weit sofern jemand im 10 Meter-Umkreis ist. 10 Meter sind kein Problem in einer dicht bevƶlkerten GroĆstadt wie New York. Sie kƶnnte irgendwo versteckt in einem Keller sitzen und ihre fiesen PlƤne ausführen und wƤre unaufspürbar. Statt dessen befreit sie aber den kriminellen Skorpion und macht dadurch erst Spider-Man auf sich aufmerksam. Ihr Ziel ist es herauszufinden wo ihre Schwester ist, die als Kind entführt wurde. Da sie die Entführer genau kennt müsste sie nur in ihre Kƶpfe springen und würde dann erfahren was mit ihrer Schwester geschehen ist. Das wƤre das logische vorgehen aber statt dessen macht das Drehbuch es unnƶtig kompliziert und gefƤhrlich. Statt in einem dunklen Keller zu sitzen fƤhrt Jean Grey auch noch in einer Limusine an Spider-Man vorbei damit er ein Foto von ihrem Gesicht machen kann und sein Gesichterkennungsprogramm damit füttern kann. So kann er sehen wie sie durch die Stadt lƤuft obwohl sie das gar nicht müsste, da sie ja von Kopf zu Kopf springen kƶnnte um sich durch die Stadt zu bewegen.
Jetzt wird Jean Grey am Anfang des Films als vermeintlicher Bƶsewicht aufgebaut. Sie führt Explosionen und UnfƤlle herbei bei denen zahlreiche Menschen verletzt und getƶtet werden. Sie übernimmt einen alten Mann und lƤsst ihn auf die StraĆe laufen damit er brutal überfahren wird, nur um ihre Macht zu demonstrieren. Sie geht über Leichen, um ihr Ziel zu erreichen. Vƶllig unnƶtig, da sie mit ihrer überdimensionierten Supermacht auch alles ganz still und heimlich erledigen hƤtte kƶnnen.
Spider-Man bringt Jean Grey zur strecken. Dabei befindet sich Jean Grey im Visier eines Schafschützen und da sie eine Massenmƶrderin ist, vƶllig zu recht. Mit seinen Spinnensinnen spürt Spider-Man die Kugel des Scharfschützen und fƤngt die Kugel ab, damit Jean nicht getƶtet wird. Warum reiĆt er nicht sich und Jean zu Boden und rettet sich selbst gleich mit? Das Opfer erzeugt mehr Drama im Drehbuch.
Wie dem auch sei, Spider-Man hat herausgefunden, dass Jean nur auf der Suche nach ihrer Schwester ist und das soll der Twist im Film sein, denn Jean ist gar nicht der Bƶsewicht des Films. Wir erinnern uns, dass sie vorher massenhaft Leute umgebracht hat - schwaches Drehbuch. Spider-Man befreit sie also wieder und hat damit die Connection zu den X-Men (Warum heiĆen die eigentlich X-Men wenn Jean doch weiblich ist?). Die Fans wissen es, dass Jean bei den X-Men zukünftig eine groĆe Nummer sein wird und was Spider-Man für sie getan hat wird sie sicher nicht vergessen.
In den Post-Credits bekommen wir dann noch zu sehen, dass sich Spider-Man demnächst im Weltraum aufhalten wird. Das verrät uns gleich mehrere Dinge. Es geht verrückt weiter. Spider-Man wird sich mit seinem alten Kumpel wieder zusammentun, da seine Trackerapp ihn im Weltraum aufgespürt hat. Im Weltraum trifft er wahrscheinlich auf Venom da dieser Parasit von dort kommt.
Meine Hauptkritikpunkt an dem Drehbuch ist, dass Superhelden inzwischen so überdimensioniert sind, dass man ihre Superkräfte gar nicht mehr logisch einsetzen kann. Für eine Jugendliche die einfach bockig versucht ihr Ziel umzusetzen, handelt Jean zu geplant und grausam. Für einen Plan dann aber wieder zu unlogisch, indem sie es unnötig kompliziert und gefährlich macht weil das Drehbuch es so will. Am Ende soll das Publikum dann noch Mitleid mit ihr haben und Spider-Man riskiert sein Leben für sie. Für mich ergibt das alles keinen Sinn.
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