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09.08.2025 E-Rezept funktioniert manchmal
Digitalisierung - kein Allheilmittel
Nach jahrelangen Problemen mit der eGK, der "elektronischen Gesundheitskarte" und Milliardeninvestitionen in eine Plastikkarte mit Foto (mehr wurde es nicht) und jahrelangen Verschiebungen und weiteren Milliardeninvestitionen für die ePA, die elektronische Patientenakte (die kaum jemand benutzen will) kam die Einführung des e-Rezept still und leise - und schien auch zu funktionieren.
Aber, wie vieles, was uns, den Apotheken und den Ärzten die Gematik, die Gesellschaft für eine Telematik-Infrastruktur, in den letzten Jahren zugemutet hat, ist nun auch das e-Rezept negativ aufgefallen.
"Die Zahl der Störungen hat im letzten halben Jahr deutlich zugenommen," sagte Berend Groeneveld, Vorsitzender des Landesapothekerverbands Niedersachsen (LAV) dem NDR Niedersachsen (s. Link unten). Eine Rechnerinfrastruktur muss 24/7 funktionieren, sonst kann sie nicht vernünftig genutzt werden und bringt mehr Probleme als sie Erleichterung verschafft. Doch die Apotheken sprechen von 8-20 Ausfälle pro Tag - nicht pro Monat.
Das ist für Apotheken mehr als lästig, denn sie verärgern ihre Kunden. Weitaus schlimmer ist jedoch, dass durch die Umgehungsmaßnahmen - die leichteste ist noch ein altes schriftliches rosa Rezept und händische Abrechnung für den Apotheker - gesundheitliche Gefahren für die Gesundheit der PatientInnen entstehen können.
Ndr.de schreibt dazu: Das Netz der Gematik ist "zu komplex", so dass es viele Fehlerquellen gibt. ... Die Kassenärztliche Vereinigung, die Mitgesellschafterin bei der Gematik ist, bemängelt, dass es kein Gesetz gebe, das die Verantwortung der nationalen Institution klar regelt. Und so können die Verantwortlichkeiten bei Fehlern von einem zum anderen geschoben werden. Nicole Löhr von der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen: "Ich glaube, wir haben in Deutschland kein Händchen für große Digitalisierungsprojekte", sagte sie dem NDR Niedersachsen.
Diese Aussage können wir unterschreiben, siehe ALG2, das Mautsystem (‘Tolle Collecte’ – Autofahrer bezahlen eigene Überwachung ), Digitalisierung bei der Bahn (D-Ticket mit "Anlaufschwierigkeiten" und Spartickets nur noch gegen Handynummer oder E-Mail ) ...
Mehr dazu bei ndr.de/nachrichten/niedersachs…
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Tags: #alltagstauglich #Nutzung #Kritik #Apotheken #Zugriff #eGK #ePA #eRezept #elektronischePatientenakte #Störungen #Gematik #PIN #Verbraucherdatenschutz #Ergonomie #Privatsphäre #sensibel #RFIDChips #Zwangsdigitalisierung #elektronischeGesundheitskarte #eHealth
Apotheken beklagen Probleme mit E-Rezepten
Mit der digitalen Patientenakte sollte das Ausstellen von Rezepten vereinfacht werden. In Niedersachsen kommt es jedoch immer wieder zu technischen Problemen, beklagen Apotheken und die Kassenärztliche Vereinigung.ndr.de
24.07.2025 Milliardengrab ePA?
Menschen verweigern Nutzung
Vor einigen Jahren hätte man sich darüber noch empört, wenn die Politik Milliarden versenkt, aber nach milliardenschweren Maskendeals zu Corona-Zeiten und den Hunderten von Milliarden für Bundeswehr und "EU-Verteidigungshaushalt" kann man nur noch den Kopf schütteln. Nun gerät angesichts der elektronischen Patientenakte (ePA) auch der Hausärzteverband ins Kopfschütteln. Tagesschau.de schreibt: "Der elektronischen Patientenakte für alle droht eine Bruchlandung. Die Zahl der aktiven Nutzer ist ernüchternd", sagte der Bundesvorsitzende des Hausärzteverbandes, Markus Beier, der Rheinischen Post. ... "eines der wichtigsten versorgungspolitischen Projekte der letzten Jahre [wird] langsam, aber sicher scheitern".
Was bewegt ihn zu dieser Klage?
Von den Millionen gesetzlich Versicherten nutzen aktuell nur 750.000 Versicherte.
Bei der Barmer gibt es z.B. 7,8 Millionen angelegte ePAs und etwa 250.000 aktive Nutzerinnen und Nutzer. Das bedeutet auch: Jede/r hat zumindest eine leere ePA - auch die 5-7% Widersprüchler!
Die "ePA ist in ihrer aktuellen Form schlichtweg nicht alltagstauglich".Zu der letzten Feststellung bewegt ihn vor allem der komplizierte Registrierungsprozess und die störanfällige Technik. Über die Probleme der Ärzte in ihren Praxen hatten wir schon vor Jahren hingewiesen. Die Krankenkassen haben sich auch in ihrer Informationspolitik gegenüber den Versicherten - wohl aus Angst Widerstand zu wecken - sehr bedeckt gehalten, so dass viele praktisch von der ePA fast nichts mitbekommen haben.
Wir kennen ähnliche Ergebnisse bei den "Fähigkeiten" des ePerso. Da musste die Aktivierung des Chips erst durch Gesetz erzwungen werden - und seine Abschaltung zur persönlichen Angelegenheit des Nutzers werden. Aber auch da gibt es bis heute keine große Akzeptanz und auch keine wirklich sinnvollen Anwendungsmöglichkeiten.
Fazit: In beiden Fällen wurden Milliarden auf Kosten der Allgemeinheit für die Entwicklung investiert und weitere Hunderte Millionen jährlich für den Betrieb einer Datenbank-Infrastruktur und den Zugriff darauf, der kaum genutzt wird. Für jede Baumpflanzung an Stelle eines Parkplatzes werden jahrelange Studien und Gutachten über den Nutzen der Maßnahme verlangt, aber bei solchen "innovativen" Projekten dürfen Milliarden versenkt werden ...
Mehr dazu bei tagesschau.de/inland/gesellsch…
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Elektronische Patientenakte: Hausärzte fordern Kassen zu mehr Aufklärung auf
Die elektronische Patientenakte wird bislang nur von wenigen Versicherten aktiv genutzt. Die Hausärzte bemängeln die komplizierte Umsetzung des Vorhabens.Jan Drebes (RP ONLINE)
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