Cem Özdemir sagt: Eine Regierung der AfD kann gefährlich werden. Er warnt sogar vor Gefahren für unsere Sicherheit. Das nehme ich ernst. Aber dann muss er auch handeln. Boris Palmer berät seine Regierung. Palmer findet es gut, dass man jetzt eine Regierung unter Führung der AfD „ausprobieren“ könnte. Das passt nicht zusammen. Wer vor einer Gefahr warnt, darf sie nicht zum Experiment erklären lassen. Palmer muss gehen.
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Einer der größten Fehler von CDU, CSU und SPD ist der Glaube: Unsere Politik ist gut, wir erklären sie nur schlecht. Nein. Die Menschen sind nicht so dumm, wie Merz, Söder und Co. sie offenbar gerne hätten. Sie sehen sehr genau, wer zahlen soll: Arme, Kranke, Schwache und junge Menschen. Wer immer nur „besser erklären“ will, statt die Politik zu ändern, treibt noch mehr Menschen zur AfD.
#CDU #CSU #SPD #AfD #Sozialstaat #EinfacheSprache
Die CDU darf eine Koalition mit Faschisten niemals mit „staatspolitischer Verantwortung“ erklären. Das wäre keine Verantwortung. Das wäre Verrat an unserer Demokratie. Wer Faschisten an die Macht bringt, schützt Deutschland nicht. Wenn die CDU diese Grenze überschreitet, wird sie zum Totengräber ihrer eigenen Partei und zum politischen Henker unserer Demokratie. Macht ist niemals wichtiger als Freiheit und Menschenwürde. Nie wieder heißt: nie wieder!
CDU und CSU müssen aus der Wahl in Sachsen-Anhalt eine klare Lehre ziehen: Ihr Rechtsruck hat vor allem der AfD genutzt. Klug wäre es, jetzt umzukehren und wieder gute Politik für die Menschen zu machen. Ohne Abbau des Sozialstaats. Ohne Massenüberwachung. Ohne Verachtung der Bürgerinnen. Doch ich fürchte: Die Union ist nicht klug genug, diese einfache Botschaft zu verstehen.
Ich würde keinem Ruf einer Bundesregierung folgen, dieses ungerechte Land gegen einen anderen Staat zu verteidigen. Die Reichen sollen ihren Wohlstand selbst verteidigen.
Aber wenn unsere Demokratie gegen die Faschisten der AfD verteidigt werden muss, würde ich mich freiwillig melden. Nicht für Besitz. Nicht für Reichtum. Sondern für Menschenwürde, Freiheit und Demokratie. Für das Grundgesetz.
Hier verläuft meine letzte Grenze.
#Demokratie #Grundgesetz #AfD #Menschenwürde #EinfacheSprache
Friedrich Merz, Jens Spahn, Markus Söder, Horst Seehofer und Alexander Dobrindt: Sie stehen für Jahre, in denen Teile der Union glaubten, die AfD zu schwächen, indem sie nach rechts rücken oder ihre Themen übernehmen. Das Ergebnis sehen wir heute. Wer rechte Sprache normal macht, macht am Ende nicht die Kopie stark, sondern das Original. Diese politische Mitverantwortung muss die Union endlich anerkennen. Empört Euch!
#CDU #CSU #AfD #Demokratie #EinfacheSprache
Morgen beginnt in der Union die Suche nach Schuldigen. Denn wenn die CDU in Sachsen-Anhalt so abstürzt wie erwartet, kann niemand mehr so tun, als sei alles in Ordnung. Dann wird über Merz, seinen Kurs und den Umgang mit der AfD gestritten. Die entscheidende Frage lautet: Rückt die Union noch weiter nach rechts? Oder begreift sie endlich, dass man Rechtsextreme nicht besiegt, indem man ihre Sprache und Themen übernimmt? Empört Euch!
Schon morgen wird für die Union, die Welt aus den Fugen geraten. Der Geist des Nationalsozialismus, den wir alle für überwunden hielten, droht nicht mehr politische Macht über ein Bundesland zu gewinnen. Er hat die Macht ergriffen. Die Union muss sich ihrer Verantwortung stellen: Wer rechte Sprache übernimmt und die Brandmauer aushöhlt, stärkt nicht die Demokratie, sondern ihre Feinde. Jetzt gibt es nur zwei Wege: weiter nach rechts oder zurück zu den Demokratinnen. Dafür braucht es einen Kanzlerwechsel und ein AfD-Verbot. Alles andere wäre halbherzig und unglaubwürdig. Empört Euch!
#AfD #CDU #Merz #Demokratie #NieWieder #EinfacheSprache
Auch wenn die AfD heute stärkste Partei in Sachsen-Anhalt wird, kann sie nicht einfach allein regieren. Sie braucht die CDU, die ihr zur Macht verhelfen kann. Das ist die große Gefahr. Auch Hitler und die NSDAP brauchten 1933 Konservative, die ihnen die Tür zur Macht öffneten. Sie glaubten, sie könnten Hitler kontrollieren. Das war ein schlimmer Fehler. Darum gilt heute: Keine Zusammenarbeit mit Faschisten. Niemals.
#AfD #CDU #SachsenAnhalt #NieWieder #Demokratie #EinfacheSprache
Wer als Polizeibeamter in einem politischen Konflikt handelt, muss damit rechnen, dass sein Vorgehen öffentlich hinterfragt wird. Im Fall des Adenauer SRP+ wurde die Beschlagnahme nach Angaben des ZPS und Berichten über das Verfahren später von einem Gericht als rechtswidrig bewertet. Das macht Kritik an den Verantwortlichen nicht nur zulässig, sondern notwendig. Empört Euch!
Eine Klassenfahrt ist Teil von Schule und Gemeinschaft. Trotzdem können die Kosten für arme Familien ein großes Problem sein. Es gibt zwar staatliche Hilfen. Doch die müssen beantragt werden. Schon dadurch wird aus etwas Normalem eine Sozialleistung. Kein Kind sollte merken müssen: Meine Familie kann sich das nicht leisten. Empört Euch!
Wer genug Geld auf dem Konto hat, braucht keinen Dispo. Wer am Monatsende kein Geld mehr hat, nutzt ihn vielleicht gerade deshalb. Dafür verlangt die Bank oft hohe Zinsen. Das bedeutet: Geldnot kostet zusätzliches Geld. Wer ohnehin wenig hat, muss noch mehr abgeben. Armut darf kein gutes Geschäft für andere sein. Empört Euch!
Wer eine Rechnung nicht rechtzeitig bezahlen kann, hat meistens zu wenig Geld. Dann können Mahnkosten dazukommen. Ausgerechnet der Mensch, dem Geld fehlt, soll also noch mehr bezahlen. Aus einem kleinen Problem kann so ein größeres werden. Geldnot darf nicht automatisch noch mehr Geldnot erzeugen. Empört Euch!
Ehrenamt kostet Zeit. Diese Zeit muss man erst einmal haben. Wer mehrere Jobs braucht, um seine Rechnungen zu bezahlen, hat davon weniger. Wer finanziell sicher lebt, kann leichter Stunden für Verein, Politik oder Nachbarschaft einsetzen. Auch gesellschaftliche Beteiligung braucht deshalb Zeit und Sicherheit.
Eine gute Idee allein reicht oft nicht für eine Firma. Man braucht auch Geld. Wer eine reiche Familie hat, kann leichter Unterstützung bekommen. Wer nichts besitzt, braucht eher einen Kredit und trägt ein größeres Risiko. Selbst der Mut zur Selbstständigkeit hängt deshalb davon ab, wie hart ein Scheitern einen treffen würde.
Weiterbildung kann zu einem besseren Job führen. Aber dafür braucht man oft Zeit und manchmal Geld. Wer jeden Monat ums Überleben kämpft, kann nicht einfach weniger arbeiten und lernen. Wer Rücklagen hat, kann sich eine Auszeit viel leichter leisten. So kann Geld sogar dabei helfen, später noch mehr Geld zu verdienen.
Wer Geld hat, kann Dinge kaufen, wenn sie günstig sind. Man kann große Packungen nehmen oder Vorräte anlegen. Wer nur noch 20 Euro besitzt, kann das nicht. Diese Person muss kaufen, was jetzt unbedingt nötig ist. Wieder gilt: Wer mehr Geld hat, kann leichter Geld sparen. Wer arm ist, hat diese Möglichkeit viel seltener.
Die Waschmaschine geht kaputt. Für einen reichen Menschen ist das ärgerlich. Für einen armen Menschen kann es eine Krise sein. Ohne Rücklagen wird eine normale Rechnung plötzlich zum Problem. Vielleicht muss dafür sogar ein Kredit aufgenommen werden. Armut bedeutet deshalb auch: Schon kleine Notfälle können große Folgen haben.
Das hat es noch nie. Wäre erstrebenswert.
Wer wenig Geld hat, muss besonders genau auf sein Konto achten. Schon zusätzliche Gebühren können wehtun. Wer sehr reich ist, merkt kleine Gebühren kaum. Das zeigt ein einfaches Problem: Derselbe Euro hat für Menschen einen völlig anderen Wert. Zehn Euro können Kleingeld sein oder das Essen für mehrere Tage.
Urlaub klingt nach Luxus. Er bedeutet aber auch Erholung, gemeinsame Zeit und neue Erfahrungen. Manche Familien fahren mehrmals im Jahr weg. Andere Kinder waren noch nie im Urlaub. Armut bedeutet deshalb nicht nur weniger Besitz. Sie kann auch bedeuten, weniger erleben zu können. Das trennt Menschen voneinander.
Fußballverein, Schwimmbad, Kino, Musikschule und Ausflüge kosten Geld. Für reiche Familien ist vieles davon selbstverständlich. Arme Familien müssen auswählen oder ganz verzichten. Das trifft auch Kinder. Teilhabe bedeutet aber mehr als Essen und ein Dach über dem Kopf. Jeder Mensch soll am Leben der Gesellschaft teilnehmen können.
Wer in einer reichen und gut vernetzten Familie aufwächst, bekommt nicht nur Geld. Oft gibt es auch hilfreiche Kontakte. Jemand kennt eine Firma, eine Anwältin oder eine Person, die ein Praktikum vermitteln kann. Andere Kinder müssen solche Kontakte erst selbst finden. Herkunft schenkt manchen Menschen einen Vorsprung.
Studieren kostet auch ohne Studiengebühren Geld. Miete, Essen, Bücher und Alltag müssen bezahlt werden. Reiche Eltern können helfen. Andere Studierende müssen nebenbei arbeiten oder sich verschulden. Damit haben sie weniger Zeit zum Lernen. Gleiche Hochschule bedeutet deshalb noch lange nicht gleiche Chancen.
Ein unbezahltes Praktikum muss man sich leisten können. Wer reiche Eltern hat, kann einige Monate ohne Lohn arbeiten. Wer seine Miete selbst bezahlen muss, kann das nicht. So können gute berufliche Chancen davon abhängen, ob die Familie einen finanziell unterstützt. Leistung allein entscheidet dann nicht mehr.
Ein Mensch in Grundsicherung hat 563 Euro Regelbedarf im Monat. 50 Euro Strafe nehmen ihm fast 9 Prozent davon weg. Ein Mensch mit 200.000 Euro Einkommen im Jahr hat rechnerisch rund 16.667 Euro im Monat. Die gleiche Belastung von fast 9 Prozent wären etwa 1.480 Euro. Beim Falschparken wären es statt 25 Euro etwa 740 Euro. Genau so sollten Geldstrafen funktionieren: Gleicher Fehler, ähnlich spürbare Strafe.
Ein Kind hat Probleme in Mathe. Reiche Eltern können Nachhilfe bezahlen. Arme Eltern nicht. Das Kind mit reichen Eltern bekommt dadurch zusätzliche Hilfe und bessere Noten. Das andere Kind hatte nie dieselbe Chance. So wird das Geld der Eltern zu einem Vorteil in der Schule. Das ist nicht gerecht.
Gut sehen und gute Zähne haben sollte keine Frage des Geldes sein. Trotzdem können bei Brillen und Zahnersatz eigene Kosten entstehen. Wer genug Geld hat, bezahlt bessere oder zusätzliche Leistungen einfach selbst. Wer wenig Geld hat, muss überlegen ob er gut sehen oder essen möchte. Gesundheit darf aber nicht davon abhängen, wie voll das Konto ist.
100 Euro sind nicht für jeden Menschen gleich viel. Für einen reichen Menschen können 100 Euro kaum auffallen. Für einen armen Menschen können 100 Euro bedeuten, dass Geld für Essen fehlt. Eine feste Geldstrafe bestraft deshalb arme Menschen viel härter als reiche. Gleich ist eben nicht automatisch gerecht.
Auf dem Land braucht man oft ein Auto, weil Busse und Bahnen fehlen. Ein Auto kostet aber viel Geld. Kauf, Versicherung, Reparaturen und Sprit müssen bezahlt werden. Wer wenig verdient, steht damit vor einem Problem: Ohne Auto kommt man schlecht zur Arbeit. Ohne Arbeit kann man sich kein Auto leisten.
Eine neue Wohnung kostet oft schon Geld, bevor man überhaupt eingezogen ist. Die Kaution kann mehrere Monatsmieten betragen. Wer genug Geld hat, zahlt sie einfach. Wer wenig Geld hat, muss sparen, Hilfe suchen oder Schulden machen. So kann fehlendes Geld sogar den Umzug in eine bessere oder günstigere Wohnung verhindern. Armut schränkt Freiheit ein.
Ein Kind sucht sich seine Eltern nicht aus. Trotzdem bestimmt das Einkommen der Eltern viele Chancen. Ein eigenes Zimmer, Urlaub, Sport, Musikunterricht oder ein guter Computer kosten Geld. Armut der Eltern wird so schnell zur Benachteiligung der Kinder. Das ist nicht die Schuld der Kinder. Ein Sozialstaat muss genau dort ausgleichen.
#Kinderarmut #Chancengleichheit #Sozialstaat #EinfacheSprache
Nicht jede Arbeit kann zu Hause gemacht werden. Eine Pflegerin, Erzieherin oder Verkäuferin muss vor Ort sein. Viele gut bezahlte Bürojobs bieten dagegen mehr Möglichkeiten für Homeoffice. Das kann Fahrzeit und Kosten sparen. Die Vorteile der Arbeitswelt sind also nicht gleich verteilt. Gerade wichtige Arbeit bekommt sie oft nicht.
Wer eine barrierefreie Wohnung braucht, kann nicht einfach jede freie Wohnung nehmen. Die Auswahl wird kleiner. Damit wird auch die Suche schwerer. Menschen mit Behinderung brauchen aber keine Luxuswohnung. Sie brauchen eine Wohnung, die sie benutzen können. Barrierefreier Wohnraum ist deshalb Teil von echter Teilhabe.
Wenn Essen, Strom und andere wichtige Dinge teurer werden, trifft das arme Menschen besonders hart. Sie müssen einen großen Teil ihres Geldes für genau diese Dinge ausgeben. Reiche Menschen haben viel mehr Spielraum. Sie können höhere Preise leichter tragen. Dieselbe Preissteigerung bedeutet deshalb nicht für alle dieselbe Belastung.
Armen Menschen wird gern gesagt: Du musst mehr sparen. Aber wovon? Wer am Monatsende nichts übrig hat, kann nichts zurücklegen. Wer jeden Monat 2.000 Euro übrig hat, kann investieren und damit noch mehr Geld verdienen. Vermögen wächst deshalb leichter, wenn schon Vermögen da ist. Sparen beginnt mit genug Einkommen.
Ich habe mir jeden Buchstaben auf A4 ausgedruckt. Einmal groß in Schwarzschrift, also normaler gedruckter Schrift. Daneben steht derselbe Buchstabe in Braille. Damit habe ich mein Arbeitszimmer praktisch tapeziert. So sehe ich die Buchstaben ständig. Früher hat diese Methode bei mir gut funktioniert, um Dinge auswendig zu lernen. Also versuche ich es jetzt wieder.
#Braille #Punktschrift #Blind #Sehbehinderung #Lernen #Barrierefreiheit #EinfacheSprache
Wer krank ist, braucht Sicherheit. Doch eine längere Krankheit kann auch finanzielle Folgen haben. Gleichzeitig können Menschen mit viel Geld Rücklagen bilden und Ausfälle leichter abfangen. Wer jeden Euro zum Leben braucht, kann das nicht. Krankheit darf Menschen nicht zusätzlich in finanzielle Not treiben.
Ich lerne gerade Punktschrift, also Braille. Ich hoffe, dass ich damit irgendwann wieder richtig schnell lesen kann. Starke Vergrößerung nervt mich inzwischen maximal. Ich muss jeden Buchstaben einzeln erfassen. Am Ende einer Zeile muss ich dann auch noch die richtige nächste Zeile finden. Das kostet Zeit und Kraft. Meine Finger sollen deshalb lernen, was meine Augen immer schlechter können: einfach flüssig lesen.
#Braille #Punktschrift #Blind #Sehbehinderung #Barrierefreiheit #EinfacheSprache
Ohne Internet geht heute kaum noch etwas. Bewerbungen, Schule, Behörden und viele Informationen sind digital. Dafür braucht man einen Anschluss und passende Geräte. Wer wenig Geld hat, muss auch hier sparen. Digitale Teilhabe darf aber kein Luxus sein. Sonst schafft die Digitalisierung neue Barrieren statt neue Freiheit.
Auf dem Papier haben alle Menschen die gleichen Rechte. Aber Recht durchzusetzen kann Geld, Wissen und Zeit kosten. Wohlhabende Menschen können leichter eine Anwältin bezahlen und lange Verfahren durchhalten. Menschen mit wenig Geld haben diese Möglichkeiten nicht immer. Ein Recht, das man nicht durchsetzen kann, hilft nur wenig.
Rechtsstaat #Armut #Gerechtigkeit #EinfacheSprache
Wer wenig Geld hat, kann nicht immer die beste Wahl treffen. Große Packungen oder Vorräte können günstiger sein. Dafür braucht man aber erst genug Geld, Platz und manchmal einen Gefrierschrank. Wer jeden Euro zählen muss, kann solche Vorteile schlechter nutzen. Auch beim Einkaufen gilt deshalb manchmal: Wer wenig hat, zahlt am Ende mehr.
Armut kostet nicht nur Geld. Armut kostet auch Zeit. Wer kein Auto hat, braucht vielleicht länger zur Arbeit. Wer sich keine Hilfe leisten kann, macht alles selbst. Wer bei Ämtern Unterstützung beantragen muss, braucht dafür ebenfalls Zeit. Reiche Menschen können viele Aufgaben bezahlen und abgeben. Auch freie Zeit ist deshalb ungleich verteilt.
Wer eine Wohnung besitzt, zahlt mit seinem Geld für Eigentum, das ihm später weiter gehört. Wer mietet, zahlt jeden Monat Geld an eine andere Person. Nach 30 Jahren Miete gehört einem trotzdem kein Stück der Wohnung. Wer schon Eigentum hat, kann also Vermögen aufbauen. Wer keines hat, finanziert oft das Eigentum anderer mit.
Unser Steuerrecht ist kompliziert. Wer viel Geld hat, kann Steuerberaterinnen bezahlen. Sie kennen Regeln und legale Möglichkeiten, Steuern zu sparen. Menschen mit wenig Einkommen haben diese Hilfe oft nicht. So hilft ein kompliziertes System besonders denen, die sich Fachleute leisten können. Ein gerechtes Steuersystem muss aber verständlich sein.
Eine gute Kita ist mehr als Betreuung. Kinder lernen dort Sprache, Regeln und das Leben mit anderen Menschen. Gerade Kinder aus armen Familien können davon profitieren. Fehlen Personal und gute Angebote, trifft das deshalb nicht alle Kinder gleich. Gute frühe Bildung darf nicht vom Geld der Eltern abhängen.
Alleinerziehende müssen oft gleichzeitig Geld verdienen und Kinder versorgen. Sie können sich Aufgaben nicht einfach mit einer zweiten Person teilen. Fehlt eine gute Betreuung, wird auch mehr Arbeit schwierig. Weniger Arbeit bedeutet aber weniger Einkommen und später oft weniger Rente. Kinder zu haben darf kein Weg in die Armut sein.